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2. Tag Herbsttagung Alcina 2017

Farbe: Marcus Büth- Fachtrainer und Inhaber zweier Friseurbetriebe

 

Marcus Büth stellt vor, wie er und das Haus Alcina in ihren Schulungen das anspruchsvolle Thema „Farbe“ erklären und damit leicht verständlich machen.

Haare färben ist eben nicht „eine Wand anstreichen“ sondern bedeutet Farbe in jedes einzelne Haar zu bringen.

Das Eindringen der Farbstoffe ins Haar vergleicht er mit dem Öffnen der Seminarraumtür, durch die dann viele einzelne Menschen in den Raum eindringen, sich bei den Händen fassen und gemeinsam nicht mehr durch die Tür passen. Dabei gelingt es kleineren Farbstoffen, d.h. kleineren Gruppen, eher durch die Tür zu kommen als großen Gruppen.

Dieses Färbemodell funktioniert nur bei intakten Räumen, d.h. intakter Haarstruktur. Fehlen, wie beim strukturgeschädigten Haar ganze Wände, können sich keine oxidativen Farbstoffe halten.

Büth informiert auch über die Produkte aus dem Farbbereich:

Color Emulsion ist eine Tönung mit reinen Direktziehern, dazu gibt es eine Intensivtönung die nicht aufhellt und nur mit 2% Entwickler gemischt wird und natürlich die Farbserie Color Cream.  Neben drei verschiedenen Blondiermitteln (blaues und weißes Blondierpulver, eine Blondiercreme) gibt es seit einem Jahr auch A/CPlex, einen dreistufigen Strukturverbesserer.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen auch Rezepturen, um z. B. Direktzieher die durch Oxidation nicht abzubauen sind, oder den in der Praxis so häufig auftauchenden Grünstich zu beseitigen.

Auch wenn es keine Neuentwicklungen auf dem Farbmarkt gibt, die vielen praktischen Rezepturbeispiele haben Wissen vertieft und verhindern, dass „katholische Haarfarbe“ anwendet wird: „Auftragen und Beten“.

 

 

Contouring mit Frauke Albrecht, internationale Fachtrainerin Kosmetik

Ziel des Contouring heute ist ein perfekter Teint, die Korrekturen sollten eigentlich unsichtbar sein.

Eine gute Vorbereitung ist dabei unverzichtbar, essentiell dafür ist Wissen über die Haut und die passenden vorbereitenden Produkte als Unterlage. Das war unser Schritt eins des gemeinsamen Arbeitens.

Schritt zwei soll ein komplettes Make-up ohne Farbe werden. Nach der Reinigung lernen die Teilnehmerinnen die genaue Betrachtung der Gegebenheiten des Gesichtes mit dem Ziel: Wir „holen uns das Gesicht“.

Anschließend erfolgt die Korrektur der Augenbrauen nach den klassischen Regeln und das Contouring, bei dem nach den bekannten Regeln „Helles hebt hervor und vergrößert, dunkles lässt zurücktreten und verkleinert“, gearbeitet wird.

Als Ergebnis ist eine völlig anders wirkende Gesichtshälfte am Schminkmodell zu erleben, ohne dass man überhaupt sieht, dass geschminkt worden ist. Laut Frau Albrecht ist erklärtes Ziel der Arbeit: „Trotz der Anwendung zahlreicher Produkte so auszusehen, wie man idealerweise aufgestanden wäre“. Das ist dann die ideale Ausgangsbasis für die eventuelle Anwendung von Farbe im Gesicht.

 

Die Teilnehmerinnen erhalten während der Vorführung und beim gegenseitigen Arbeiten viele Tipps und Kniffe einer erfahrenden Fachtrainerin. Ein Beispiel dafür ist das „just kissed“ Lippenmake-up, eine gezielte Komposition von Concealer, Lippenstift und Lipgloss.

 

Peter Brünger

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